Was versteht man unter Einzelkosten?

Stellen wir uns vor, Sie wollen sich einen Traum erfüllen. Der Traum der Selbstständigkeit, des eigenen Geschäftes. Zugegebenermaßen, ob Selbstständigkeit noch ein weitverbreiteter Traum ist oder viele damit einfach nur die Zuschreibungen “selbst” und “ständig” verbinden, bleibt dahingestellt.

Angenommen, Sie hätten aber, beispielsweise, eine Produktidee, dann ist der erste Schritt zunächst geschafft. Was daran anschließt ist: Der Businessplan. Welche Steps müssen als nächstes erreicht werden? Sollen weitere Produkte entwickelt werden oder baut sich mein Imperium nur auf diese eine Idee auf, die bis zum letzten Punkt perfektioniert werden soll? 

Als nächstes muss ein Finanzplan erstellt werden. Was gehört alles dazu? Im Internet finden sich zahlreiche “Schritt für Schritt Anleitungen zur Selbstständigkeit”. Ein elementarer Punkt innerhalb des Finanzplans sind aber: Die Einzelkosten. 

Einzelkosten Definition
Geldscheine

Einzelkosten – Ein Baustein zur Selbstständigkeit 

Eine Einzelkosten Definition könnte ungefähr so aussehen: Einzelkosten sind Ausgaben, die einem ganz bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung zugerechnet werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um das Material für deine Idee handelt, um den Gegenwert der Produktion oder Betriebsausgaben. Schlicht gesagt handelt sind sie also zwangsweise ein fester Bestandteil des Finanzplans. 

Es lohnt sich, sich genauer mit den Einzelkosten auseinanderzusetzen und sie nicht nur “mal eben” aufzulisten. Auch nach einigen Jahren der Selbstständigkeit ist es ratsam, einen genauen Blick darauf zu werfen. Wo kommt es zu unerwartet hohen Kosten? Können diese eingespart werden? Im Vergleich mit den anderen Ausgaben kann eine Kostenersparnis besprochen und die Arbeitsprozesse optimiert werden. 

 

Wertvolle Informationen

Führen wir das Gedankenspiel fort, dann können wir nach 3-4 Jahren, während denen das Produkt vermarktet wurde und sich, hoffentlich, gut verkauft hat nicht nur feststellen, wie viel jeder Schritt und jeder Bereich uns kostet, sondern auch, wo man weiter investieren könnte. 

Im Kontext der aktuellen Lage ist es lohnenswert, sich über nachhaltige Materialien und Produktionsabläufe, in größeren Betrieben auch über Mitarbeiterkosten Gedanken zu machen. Ob eine Lohnerhöhung möglich ist, ob man weiter expandieren kann, der Beginn all dieser Überlegungen sind die Einzelkosten. 

Was gehört noch dazu? 

Die Einzelkosten sind zu unterscheiden von den Gemeinkosten. Dazu zählen Miete der Bürogebäude, Heizungskosten, und alles, was nicht auf ein bestimmtes Produkt zurückgeführt werden kann. 

Als überaus wichtig zu bewerten sind die Belege der einzelnen Ausgaben. Ansonsten lässt sich nicht rückwirkend verfolgen, welches Produkt welcher Zahlung zugeordnet werden kann und die Erstellung eines Finanzplans wird ein einziges Durcheinander!
Es lohnt sich also, gleich zu Beginn strukturiert zu arbeiten und alles haargenau zu dokumentieren. 

Um die Übersichtlichkeit zu garantieren, können die Einzelkosten in verschiedene Kategorien eingeteilt werden: Fertigungsmaterialkosten, Fertigungslohnkosten, Fertigungssondereinzelkosten und vertriebliche Sondereinzelkosten. 

Von diesen wuchtigen Begrifflichkeiten sollte man sich nicht abschrecken lassen.
Fertigungsmaterialkosten bedeuten nichts anderes als Einzelteile zur Produktion Ihrer Idee. Fertigungslohnkosten sind diejenigen Ausgaben die für den Lohn der Mitarbeiter anfallen. Sondereinzelkosten der Fertigung sind auf Modelle, Pläne, Lizenzen, Werkzeuge zurückzuführen. Praktisch alles, was für die eine reibungslose Fertigung vorhandensein muss. Vertriebliche Sondereinzelkosten schließen sich nach der Fertigung des Produkts an, was Zölle, Verpackungen und dergleichen betrifft. 

 

Allen, die den Schritt zur Selbstständigkeit wagen soll geraten werden, von Anfang an akribisch zu arbeiten, um späteren Problemen und Steinen im Weg vorzubeugen. Ansonsten: Volle Fahrt voraus!